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- Thûan Fîrnbold von Erlbach -
Baron von Schwarzenstein
Ritter zu Aarkopf
Herzöglicher Mundschenk
[Status: SC - Spieler: Heinz Jürgen Keppler]
 
27 Tra 15 v. Hal
Beschreibung:
Außerhalb Burg Schwarzensteyns wird man Thûan fast immer nur in seinem Kettenhemd antreffen, in dem er auch auf der Burg zumeist herumläuft. Nur selten, wie z.B. zur Jagd, tauscht er es gegen feste Lederkleidung. Auch wird man ihn selten ohne sein Schwert "Pelzspalter" antreffen, während er den Zweihänder "Lieblichklang" nur zu repräsentativen Zwecken anlegt. In "Liebfelder Fummel", wie Thûan die Spitzen- und Rüschenhemdchen so manchen Hofadels zu nennen pflegt, zwängt sich Thûan nur dann, wenn er meint, die Etikette würde das unbedingt gebieten. Obwohl Thûan sich darin sehr gut auskennt und sich auch durchaus entsprechend zu benehmen weiß, kann er aber auch gut darauf verzichten und gesellt sich lieber zu Gruppen, in denen ungezwungen geredet, gescherzt und getrunken wird.
Charakterlich ist der Baron offen und ehrlich und steht loyal zu Herzogenhaus und Krone. Er ist aufgeschlossen, lacht gern, ist in seinen Entscheidungen manchmal recht spontan, macht so manchen Spaß mit, solange es nicht gegen jemandes Ehre geht und kann auch selbst viel Spaß verstehen. In ernsten Angelegenheiten allerdings versteht auch er selbst sich darauf, der Lage angemessen bedacht und sorgsam zu reagieren.
Durch seine Tradition und die entsprechende Erziehung ist Thûan auch mit Leib und Seele Baron, der sich so gut es geht und mit fester Hand um das Wohl seiner Untertanen sorgt. Andererseits ist er auch ein edler Ritter, so wie ihn sich Klein-Alrik in etwa immer vorstellt, was für ihn bisweilen zu Gewissenskonflikten führen kann, wenn seine Pflichten seinen Überzeugungen zuwiderlaufen.
Um noch einige besondere Eigenschaften zu nennen: Thûan ist ein hervorragender Reiter und Schwertkämpfer, ein ausgezeichneter Stratege und Anführer in kriegstechnischen Dingen, und auch in Staatskunst und Rechtskunde sehr bewandert.
Familie:
Die Familie derer von Erlbach gehört als Reichsgründeradel mit zum ältesten Adel des Reiches. Aber schon damals konnten die Erlbachs auf eine lange Rittertradition zurückblicken, unter denen es auch etliche Edle gegeben haben soll. Der Ursprung der drei Häuser der Erlbachs geht zurück auf drei Brüder, die sich um das Reich verdient gemacht hatten und denen dafür das Rittergut Erlbach - vage Anhaltspunkte deuten als Lage auf das Yaquirtal nahe dem heutigen Vinsalt hin - und wohl auch der Titel eines Edlen oder gar Junkers gegeben worden war. Der älteste hieß Fîrnbold und der zweitälteste Bôrvan, nur der dritte Name ist nicht überliefert; möglicherweise handelte es sogar eine Frau, womit die Fîrnbolds das älteste Haus der Erlbachs darstellen - was von einigen Bôrvans allerdings angezweifelt wird.
Ein Sohn oder Enkel des Fîrnbold, er soll Thîhalor Fîrnbold geheißen haben, aber das ist nicht ganz sicher, soll lange vor Bosparans Fall, als es noch viele Drachen gab, einen solchen in einem ritterlichen Zweikampf mit seinem Schwerte besiegt haben.
Aus dieser grauen Vorzeit gibt es allerdings nur noch mündliche Überlieferungen, denn Dokumente aus dieser Zeit scheinen nicht mehr vorhanden zu sein. Schriftlich belegen läßt sich erst die Bestallung des Thôrken Fîrnbold von Erlbach als Baron von Schwarzenstein im Jahre 3 Raul (3 BF). Seit dieser Zeit ist zumindest die Liste der Barone und Baroninnen Schwarzensteins vollständig, und die Baronie war seitdem durchgehend in der Hand des Hauses Fîrnbold von Erlbach. Thûan ist nun schon der 44. Lehnsherr Schwarzensteins seit der Zeit Thôrkens.
Im allgemeinen standen die Lehnsherren Schwarzensteins immer loyal zu Herzogtum und Reich, es gab aber auch Ausnahmen, die hier nicht vorenthalten werden sollen. So wäre anzumerken, daß die Schwarzensteiner Barone Tharsîn [Baron 110 - 128 BF] und sein am Ende enthaupteter Sohn Tîlsor [Baron 128 - 130 BF] unter Reichsbann standen (wegen Raubritterschaft - ein recht schwarzes Kapitel dieser ehrenhaften Familie, das man, obwohl schon sehr lange zurückliegend, am liebsten verschweigt). Von Olarîm [Baron 322 - 349 BF] wird gemunkelt, daß er seine Schwester Tharindel, die als erstgeborenes Kind vom Vater Tebelîn nach dem Schlachtfeld-Tod seiner beiden Söhne Tibarân und Urbold als nächstes die Baronskrone erben sollte, zwei Tage nach dem Tod Tebelîns, noch bevor sie den Lehnseid leisten konnte, weshalb sie in der Baronsfolge nicht mitgezählt wird, erschlagen habe - nachzuweisen war ihm das jedoch nie.
Und auch während der Priesterkaiserschaft standen die Barone Schwarzensteins unter Reichsbann - sogar Oberbann und Kirchenbann - namentlich der Praioskirche, damit beginnend, daß Thûndal am selben Tage, an dem er Baronskrone und Zweihänder Lieblichklang ohne den Lehnseid zu leisten in Empfang nahm, verkündete, daß er an die auch noch vorgeblich im Namen des leuchtenden Götterfürsten Praios mordenden und plündernden Pfaffen keinen einzigen Steuerkreuzer zahlen werde, Schwarzenstein für unabhängig von Reich der Mordbuben und Brandschatzer erklärte und sich zum König Schwarzensteins [König 378 - 384 BF] ausrufen ließ; er dürfte damals aber wohl nicht der einzige rondratreue Baron gewesen sein, der auf diese Weise gegen die Diktatur der Praioskirche protestierte. Gezwungenermaßen - der Gegenzug ließ nicht lange auf sich warten; Burg Schwarzensteyn war zwar uneinnehmbar, aber die Dörfer der Bauern wurden geschliffen - wurden er und seine Nachfolger zu Raubrittern, um überleben zu können, wobei man sich aber nur an den Gütern - vor allem Steuertrosse - der verhaßten Praiospfaffen schadlos hielt; abgesehen davon, daß dort auch am meisten zu holen war - finanziell wohl eine der Blütezeiten Schwarzensteins.
Wegen des unbedingten Hochhaltens der Fahne Rondras und des Festhaltens der Treue zur Kriegsgöttin durch die Schwarzensteiner Erlbachs wider aller Unbill und Verfolgung, blicken die Erlbachs nicht ohne Stolz auf diese Zeit zurück. Erst König Wulfbert [König bzw. Baron 451 - 481 BF] leistete aus freien Stücken unter Herzogin Selinde von Weidenau und Kaiser Rohal wieder den Lehns- und Reichseid und verzichtete damit einhergehend auf seine "Königswürde". Rein rechtlich wurde dabei jedoch zugestanden, daß sich seine direkten Nachfahren - so es ihnen beliebt - durchaus zusätzlich zu ihren eventuellen anderen Titeln noch mit dem Titel Prinz bzw. Prinzessin von Schwarzenstein schmücken dürfen, wenngleich ihnen die zugehörige Anrede vorenthalten wurde.
Was das Adelsgeschlecht der Erlbachs insgesamt betrifft, so gibt es trotz des hohen Alters nur noch relativ wenige Vertreter dieses Namens im Neuen Reich als auch im neu entstandenen Horasreich. Im Bornland sind es etwas mehr, da viele sich - der alten Rittertradition folgend - damals dem Theaterorden angeschlossen hatten. Da Nebenlinien oftmals die Hausbezeichnungen fortlassen, kann heute oft nicht mehr nachvollzogen werden, ob ein Erlbach dem älteren Hause Fîrnbold oder dem mittleren Hause Bôrvan angehört. Die Linie des dritten - jüngeren - Hauses scheint aber schon vor etlichen hundert Jahren sein Ende gefunden zu haben.
Lebenslauf:
Thûan Fîrnbold von Erlbach ist der erstgeborene Sohn von Baron Thôrondran Fîrnbold von Erlbach und Viarosa Fîrnbold von Erlbach-Wohlberg (geb. von Wohlberg). Die zwei Jahre später geborenen Zwillinge Tialâra und Tiadôr wurden im Alter von 6 Jahren bei einem Goblinüberfall erst entführt und kamen dann vermutlich ums Leben. Baron Thôrondran, verstarb im Jahre 6 Reto (12 v. Hal). Da Thûan gerade erst 3 Jahre alt war, übernahm seine Mutter Viarosa als Baronin von Schwarzenstein das Lehen. Dem Wunsch seines Vaters nachkommend, absolvierte Thûan die Wehrheimer Kriegerakademie und begab sich nach Burg Aarkopf zu Gräflich Salthel in Knappschaft, wo er wegen hervorragender Leistungen schon nach kurzer Zeit zu seinem 18. Tsatag am 27 Tra 4 Hal zum Ritter geschlagen wurde. Drei Tage später, am 30 Tra 4 Hal, leistete Thûan den Lehnseid und wurde zum Baron von Schwarzenstein ernannt.
Im Alter von 26 Jahren bewährte er sich bei seiner ersten wirklich großen Schlacht, die bei den Trollzacken gegen die tausend Oger siegreich geschlagen wurde, und heftete sich Ruhm und Ehre an seine Fahne. Acht Jahre später ging es dann mehrmals gegen die Orken, die nach Weiden und dem Reiche trachteten. Während einer der Kriegszüge gegen den Schwarzpelz wurde ihm sogar die Ehre zuteil, direkt an der Seite des Herzogs selbst zu kämpfen. Obwohl das abgelegene Schwarzenstein selbst seinerzeit nie direkt unter den Orks zu leiden hatte, war auf den Schlachtfeldern den Schwarzensteinern nicht gerade wenig Blutzoll abverlangt worden, wovon mehrere leerstehende Gehöfte Zeugnis ablegen.
Hätte ihn nicht ein von Goblins herbeigeführter Bergsturz bei der Verfolgung dieses Rotpelzgezüchtes mehrere Knochenbrüche beigebracht, wäre Thûan wohl auch Ende Ron 27 Hal bei der Schlacht um Eslamsbrück dabeigewesen und dann mit Heer und Herzog weiter zu den Vallusischen Weiden gezogen. So blieb er in der Sichelwacht, wo im Phe 27 Hal die Sichelwachter Wehr aufgestellt wurde, in der er die Planung des Personaleinsatzes übernahm. Zum Abschluß der Wehr im Tra 28 Hal befehligte er die Sichelwachter Truppen beim siegreichen Angriff auf Kevûns Brück.
Stichworte:
Schulterlanges, dunkelblondes Haar und Halbglatze, dunklerer Vollbart, graugrüne Augen, 181 Halbfinger groß, etwa 81 Stein schwer, von normaler Statur.
Seit 12 Tra 1023 BF verheiratet mit Vanuscha Elkenfurth vom Oblomon, Edle zu Kevûns Bruck
Zitate:
"Es gilt, Prioritäten zu setzen."
"Ich bin doch kein liebfelder Hanswurst!"
"Immer mit der Ruhe."
"Morgen ist auch noch ein Tag."
"Verdammtes Rotpelzpack!"
"Wie in alten Zeiten!"
 
Weiterführende Links
Ilsewude von Spillenstein-Harffenberg-Binsböckel
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