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- Ilsewude von Spillenstein-Harffenberg-Binsböckel auf Hölderling -
Landvogtin von Herzöglich Nordheim
Baronin zur Bollinger Heide
Ehrenrittfrau des Herzöglich Weidener Hausordens vom Silbernen Bären
[Status: SC - Spielerin: Katja von Jan]
 
6 Tsa 1 v. Hal
Beschreibung:
Die relativ junge Vogtin ist eine schlanke, durchtrainierte Frau, der man es ansieht, daß sie im Umgang mit Waffen geübt ist und der die Lebenslust aus den Augen spricht. Obwohl sie relativ klein von Wuchs ist, hat sie schon manch einen größeren Gegner, der sie unterschätzte gefällt, denn im Kampfe ist sie absolut besonnen und läßt sich dank ihrer Selbstbeherrschung durch nichts provozieren.
Doch nicht nur auf dem Kampffeld macht sie einen gute Figur, sondern auch in Gesellschaften oder auf Bällen. Hier bricht auch öfters das Temperament der Vogtin durch und sie durchtanzt übermütig eine Nacht und flirtet ausgiebig. Ihren Gegenüber tritt sie stets freundlich gegenüber und kann bei fast allen Themen mitreden, denn sie hat, bedingt durch die Lage von Burg Hölderling, nahe einer stark genutzten Reichsstraße, schon früh gelernt, daß die Welt nicht an den Grenzen der Vogtei oder Weidens aufhört. So ist sie belesen, an allem interessiert und beherrscht die Kunst ihren Gesprächspartnern viel zu entlocken ohne selbst viel preisgeben zu müssen. Sie schreckt auch nicht davor zurück, das so erworbene Wissen, zu ihrer oder ihrer Familiengunst einsetzen, egal was für Konsequenzen für andere daraus entstehen.
Auch der Jagd steht sie positiv gegenüber, insbesondere der Greifvogeljagd und so führt sie die Zucht ihres Vaters weiter oder richtiger gesagt läßt weiterführen.
Ihre Loyalität gehört ihrer Familie und ihrer Herzogin, die sie nach Kräften unterstützt. Selbst nach der katastrophalen Niederlage vor Ysilia stand und steht sie fest zu Walpurga. Den größten Fehler, den man in ihrer Gegenwart machen kann, ist schlecht über ihre Familie oder die Herzogin zu reden, so etwas vergißt sie nie und der Übeltäter kann damit rechnen daß er irgendwann dafür zur Rechenschaft gezogen wird.
Lebenslauf:
Ilsewude von Spillenstein-Harffenberg-Binsböckel wurde als älteste Tochter des Vogtes zu Nordheim und seiner liebfeldschen Gemahlin, von der sie ihr Temperament und ihren dunklen Teint geerbt hat, am 06 Tsa, 1 v.H., auf Burg Hölderling geboren.
Schon von klein auf interessierte sich das Mädchen für das Waffenhandwerk und insbesondere für Schußwaffen. So erzählen die älteren Burgangestellten, daß sie, kaum daß sie Laufen konnte, schon mit Miniaturausgaben von Bogen und Armbrust durch den Park marschiert sei und auf Strohscheiben geschossen habe. Auch heute noch liebt sie das Schießen und man kann sie öfters beim üben, mittlerweile jedoch auf Strohtiere, im Park treffen.
Doch Dank dem Einfluß ihres Vaters interessierte sie sich auch für den Schwertkampf und übte sich auch darin früh. Eine der größten Freuden des Mädchens war es, zusammen mit ihrem Vater auf ihrem Pony auszureiten und mit dem Holzschwert in der Hand "gegen" ihn anzutreten. "Gewann" sie, war sie vor Freude ganz außer sich und trällerte vor sich hin, verlor sie, bestärkte sie das in ihrem Trainingseifer.
Als sie älter wurde nahm der alte Vogt sie gerne mit auf die Jagd und so entdeckte sie ihre Liebe zur Greifvogeljagd und der Aufzucht dieser Tiere. Auf diese Weise lernte sie auch einiges über die heimische Flora und Fauna, sowie das Fährtensuchen und Orientierung. Eines Tages fanden ihre Geschwister, die sie im übrigen sehr liebt, und sie einen verletzten Elfen im Wald und nahmen ihn mit auf ihre Burg und pflegten ihn gesund. Da der Elf sich auf Burg Hölderling sehr wohl fühlte, beschloß er das Angebot des Vogtes, der gesehen hatte, wie gut der große Mann mit den Jagdvögeln umgehen konnte, die Aufzucht der Tiere zu betreuen, anzunehmen. Dies hatte nach einiger Zeit zur Folge, daß der alte Falkner fortgeschickt wurde, da er aus Neid auf den Elfen und seine einmaligen Fähigkeiten, die Tiere mißhandelte. Bei seinem Abschied schwor er den Spillensteinern blutige Rache.
Von ihrer Mutter lernte Ilsewude Schreiben, Lesen, Rechnen, Singen und Tanzen. (Für die zwei letzt genannten Fähigkeiten hatte sie, wie alle Spillensteiner, eine natürliche Begabung.) Ihrer Mutter hat sie auch ihre Liebe zu Theater, Konzerte und Bücher zu verdanken, denn die Vogtin schaffte es, durch das Vorlesen von spannenden Geschichten und das Vorspielen von Musikstücken, das Interesse ihrer Kinder für dererlei, relativ weidenuntypische, Vergnügungen zu wecken. Ihr ist es auch zu verdanken, daß die hölderlingsche Bibliothek um etliche Bücher ergänzt wurde, so daß heute eigentlich zu jedem Thema hier etwas zu finden ist und auch die Unterhaltungsliteratur nicht zu kurz kommt.
9 nach Hal kam Ilsewude, auf ihren Wunsch hin, auf die Kriegerakademie Schwert und Schild in Baliho und konnte dort ihre Waffen- und Reitkünste stark verbessern. Anfänglich war der Aufenthalt dort sehr hart für das verwöhnte Mädchen, doch schon bald hatte sie gelernt, sich durchzusetzen und so schloß sie die Schule nach drei Jahren erfolgreich ab. Wieder zu Hause, unterstütze sie ihren Vater bei der Ausübung seines Amtes und lernte so einiges über Verwaltung und Recht. Doch schon bald wurde ihr das Leben dort zu langweilig, zumal auch ihr Vater immer öfters das Wort "Hochzeit" gebrauchte und so überredete sie ihre Eltern, sie auf Abenteuer ziehen zu lassen. Neben etlichen kleineren und größeren Abenteuern kämpfte sie 17-18 Hal gegen die Answinisten und 19 Hal gegen die Orks.
Da die junge Frau regelmäßig zu Hause vorbeischaute, war sie auch an jenem schicksalhaften Tag im Rondra 24 Hal zu Hause und wurde Zeuge, wie ihre Eltern bei einem mysteriösen Jagdunfall ums Leben kamen. Nach der Beisetzung in der Familiengruft, wurde Ilsewude von Herzog Waldemar persönlich zur neuen Vogtin ernannt. Da sie nicht an einen Unfall glaubte und dafür auch gute Gründe hatte, schließlich waren ihre Eltern nicht zum ersten Mal auf Bärenjagd und das Gift der Schlange, die ihre Mutter gebissen hatte, wirkte normalerweise nicht so abrupt, machte sie sich auf die Suche nach dem Mörder der Eltern. Ihre Jagd war erfolgreich und so konnte sie den ehemaligen Falkner schon bald als Täter überführen.
Nun wurde es eine Zeitlang ruhiger um die junge Frau und man hörte eigentlich nur noch von ihr, durch die von ihr veranstalteten Jagden und Bälle. Im Jahr 27 Hal lernte sie auf der Hochzeit des Perainesteiners dessen Vetter Knorrhold von Harffenberg-Binsböckel kennen. Schon beim ersten Zusammentreffen verstanden die beiden sich sehr gut, und so wunderte es die Adeligen Weidens zwar ein wenig, daß Knorrhold und Ilsewude so schnell heirateten, jedoch nicht über die Hochzeit an sich. Der Grund wurde einige Monde später sichtbar, denn im Rahja 28 Hal schenkte sie ihrem Mann ein gesundes Zwillingspärchen - Dschandra und Wilbur geheißen. Nun ist auch klar, warum die kampferprobte Vogtin ihren Gatten nicht nach Ysilia begleitete. (Ilsewude ist der Ansicht, daß man ein Geschenk der Götter nicht mit den Füßen treten darf, und so blieb sie schweren Herzens zurück.)
Die Kinder wurden jedoch in einem Söldnerlager nahe Espen geboren, da die Vogtin von ihrer Burg fliehen mußte. Zwar war der Krieg wider den Sphärenschänder beendet, doch brachen nun die 2. Weidner Unruhen (Rahja 28 Hal - Tsa 29 Hal) über das ehe schon geschwächte Volk Weidens herein. Prinz Baeromar hatte sich zum Herzog gekrönt, da seine Cousine Walpurga angeblich nicht fähig sei, das Herzogtum zu führen, was der Heerzug nach Ysilia ja mehr als genug bewiesen hätte. Von Anfang an kämpfte die Vogtin - selbst wenn sie (wie jeder vernünftige Weidener) erkannt hatte, daß er im Grunde der geeignetere Herrscher wäre - gegen den Herzog von eigenen Gnaden, und zusammen mit dem Rest ihrer Landwehr, einigen Bogenschützen aus Espen und dem Sturmbanner gelang es ihr, auch ihre Burg zurück zu erhalten. Doch stand sie nun auf der Liste der Kopfgeldjäger der Silberfalken an ziemlicher hoher Position, und so kam es auch, daß sie die Folterkammer von innen kennenlernte, gebrandmarkt wurde und einige Tage in Trallop am Pranger stand, von wo sie ihre Familie und einige Söldner des Sturmbanner in einer Nacht und Nebelaktion befreiten. Zum Dank für ihre Verdienste und ihre Treue zur Herzogin wurde sie am 16 Tsa zur Ehrenritterin des neu gegründeten Ordens vom silbernen Bären ernannt.
Am 09 Travia 30 Hal lernte Ilsewude während der Traviabundsfeierlichkeiten des Barons Thûan Fîrnbold von Erlbach auf Burg Schwarzensteyn in der Baronie Schwarzenstein den legendären Grafen Wahnfried von Ask kennen. Wie schon viele Frauen zuvor, war auch sie durch die eigentümliche, düster-sinnliche Ausstrahlung des bornischen Herrschers überaus beeindruckt; doch anders als andere Frauen wollte sie weitaus mehr, als nur die Genugtuung, eine oder mehrere Nächte mit dem berühmten Sewerier verbracht zu haben. Im Ingerimm des darauffolgenden Götterlaufs begann sich die Gelegenheit abzuzeichnen, eine weitaus engere Beziehung zu begründen, denn im Rahmen des allaventurischen Adelskonventes bahnte die diplomatisch durchaus bewanderte Baronin erste Handelskontakte mit dem Autarchen an. Nach diversen Geschehnissen im Rahmen einer gemeinsamen Reise zum Gut Fürstlich Jagdwall zu Darpatien im Hesinde 32 Hal schließlich gelten die Weidenerin und der bornische Feldherr als eng befreundet und lassen sich überaus oft gemeinsam in der Öffentlichkeit sehen. Dennoch kamen bislang niemals Gerüchte auf, denn beide gelten nach wie vor als durchaus glücklich vermählt.
Zitate:
"Wie in alten Zeiten!"
 
Weiterführende Links
Zweite weidener Unruhen
Sturmbanner (externer Link)
Graf Wahnfried von Ask
Thûan Fîrnbold von Erlbach
Rahjande von Spillenstein
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