- Baronie Gräflich Espen -
Wei-II-04G

Allgemeines

Die Meierei Gräflich Espen liegt südsüdöstlich von Trallop im Quellgebiet des Rotwassers; östlich schließt die Schwarze Sichel an. Meierin ist Farlgard Meiler von Eichenbach, die heute mehr als dreißig Götterläufe alte Tochter des vormaligen Meiers Franwart Ulfberth Meiler von Eichenbach, der, wie auch die Mutter der Meierin, Radegund Farlgard von Eichenbach, während der Orkkriege zu Tode kam. Die Meierin residiert auf Burg Bärhegen, wenige Meilen nördlich von Espen. Gräflich Espen gehört zum Allod der Gräfin von Baliho, Walpurga von Löwenhaupt, welchselbige auch Herzogin von Weiden ist. Die letzte Einwohnerzählung ergab 4600 Seelen.

Bevölkerung

Größte Ansiedlung ist Espen mit etwa 900 Einwohnern, der Rest verteilt sich auf kleinere und größere Dörfer und Weiler. In Espen selbst finden sich zahlreiche Handwerkerstätten (Holzschnitzer, Schmiede, Schneider, ein Goldschmied von weithin bekanntem Ruf usw.). Abgesehen von den Stadtbürgern sind etwa 30% der espener Landbevölkerung Freibauern (im espener Dialekt Johmannen genannt). Selbige Freibauern sind samt und sonders Bogenschützen, und im letzten Götterlauf erging ein Edikt der Meierin, daß regelmäßig festgesetzte Übungszeiten abzuhalten seien und daß ein jeder Johmann eine festgesetzte Zeit mit seinem Bogen zu üben habe, sodaß Gräflich Espen über eine Landwehr verfügt, die sich ausschließlich aus Bogenschützen rekrutiert. Gewöhnlich tragen die Leute ihre Bogen bei Reisen nicht mit sich, wohl aber werden die Waffen zur Feld- oder Waldarbeit mitgenommen.

Wirtschaft

Hauptsächlich Holzwirtschaft, im Hügelland vor den Vorbergen der Sichel auch Viehzucht (weniger Rinder, viele Schweine, Schafe, Ziegen) und Ackerbau (vorwiegend Roggen, Dinkel, Emmer). Hervorragender Waldhonig kommt aus den Dörfern in den Wäldern im Osten. Jahreszeitlich abhängig gibt es auch Handel mit durchziehenden Händlern im kleineren Maßstab. Auf Gut Bärhegen, das die Wirtschaft der Meiersburg unterhält, wird unter Leitung des jüngeren Bruders der Meierin, Ulberth Meiler von Eichenbach, der Espener Bärenfang hergestellt, ein starker, mit Kräutern versetzter Honigschnaps (kaum wirtschaftliche Bedeutung).

Regionales

Die espener Freibauern tragen ihre eigene Tracht. Zu Zeiten des Urgroßvaters der Meierin wurde auf Bärhegen eine besondere Hunderasse gezüchtet, die Espener Saupacker, hervorragend geeignet zur Wildschweinjagd. Erscheinungsbild: etwa ein Schritt Stockmaß (bei Rüden, Hündinnen etwa vier bis viereinhalb Spann), breite, tiefe Brust, starke Läufe, gedrungener Schädel mit hängenden Ohren und Lefzen, leicht buschige, geschwungene Rute, mächtiges Gebiß, stichelhaarig, meist fellfarben mit dunkler Gesichtsmaske und Aalstrich, dunkles Geläut, exzellenter Geruchssinn. Die jetzige Meierin ist bestrebt, die Rasse neu zu züchten, nachdem zur Zeit ihres Großvaters und Vaters die Zucht aufgegeben wurde. Zur Zucht sind Wehrheimer Doggen, Winhaller Wolfsjäger und Al ´Anfaner Bluthunde vorgesehen. Seit neuester Zeit sind die Zuchtversuche von Erfolg gekrönt.

Besonderheiten

Seit 27 Hal hat die Söldnereinheit Sturmbanner in Espen ihr Hauptquartier: Gelegen ist das Söldnerquartier in der ehemaligen Hirtenstelle Ödmühlen, ungefähr einen Tagesmarsch von der Stadt Baliho entfernt. Reist man von dort auf der Straße nach Espen, so muß man den Fluß bei Erreichen der Stadt gen Mittag überqueren und nach einem gut dreistündigen strammen Fußmarsch durch die hügeligen Weidelande gelangt man dann nach Ödmühlen. Der hohe Wachtturm überragt die umliegenden Hügel knapp, das Lager ist umfaßt von einem Wall und einer Palisade aus Weiden und Holzlatten, die die Sicht gut abschirmt. Vor dem Wall wurde ein Graben ausgehoben, im Inneren des Lagers ertönen die meiste Zeit Waffenlärm und scharfe Befehle, zur Abendzeit und in der Nacht brennt häufig ein Lagerfeuer und Gelächter und Lieder erklingen. Der Wachturm ist ständig durch mindestens einen Söldner besetzt, der schon früh ankommende Besucher durch Ruf oder Hornklang ankündigt.

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© by Thorsten Grube, 2003